Tarifvertrag ig bau sonderurlaub | BASEMENT
August 5, 2020 basement

Tarifvertrag ig bau sonderurlaub

Zwischen der gewerkschaftlichen Gewerkschaft IG BAU und den Bauunternehmern wurde eine Lohnvereinbarung zur Erhöhung der Baumindestlöhne geschlossen. Die neuen bundesweiten Löhne gelten ab dem 1. April 2020. “Mehr als 200.000 Bauarbeiter profitieren von den höheren Mindestlöhnen”, sagte IG BAU-Bundesvorsitzender Robert Feiger. Auf nationaler Ebene setzt sich die IG BAU gegen das geplante Renteneintrittsalter von 67 Jahren (statt 65) ein. Die IG BAU ist auch auf europäischer Ebene sehr aktiv und drängt auf eine allgemeine Reform der allgemeinen Verträge der Europäischen Union mit dem Ziel, die Rechte der Arbeitnehmer auf europäischer Ebene zu garantieren. Die IG BAU war eine der aktivsten Gewerkschaften, die gegen die sogenannte Bolkestein-Richtlinie kämpfte. Die IG BAU hat sich auch aktiv gegen das GATS-Abkommen der WTO zur Bekämpfung von Dienstleistungen, insbesondere für die grenzüberschreitende Erbringung von Dienstleistungen im Rahmen des “Modus 4” des GATS (in dem Arbeitnehmer von Unternehmen mit den Arbeitsbedingungen ihres Herkunftslandes in ein anderes Land entsandt werden) bekämpft. Der DBB erklärte, die Verzögerung des Tarifvertrags betreffe rund 3,3 Millionen Arbeitnehmer im Land, entweder direkt oder indirekt.

2013 sicherte sich die IG BAU eine Lohnerhöhung von 3,2 Prozent für zwölf Monate. [2] 2016 verhandelte sie mit den Arbeitgebern über eine Lohnerhöhung für rund 785.000 deutsche Bauarbeiter. Nach der Vereinbarung erhielten die Beschäftigten in den westdeutschen Bundesländern ein Plus von 4,6 Prozent und in den östlichen Bundesländern über einen Zeitraum von 22 Monaten 5,3 Prozent. Ursprünglich hatte die Gewerkschaft eine Lohnerhöhung von 5,9 Prozent für ihre Beschäftigten gefordert. [3] Ähnliche Verhandlungen führten 2018 zu einer Lohnerhöhung von rund 6 Prozent für mehr als 800.000 Bauarbeiter über 26 Monate. [4] Der größte Teil der Tarifpolitik der IG BAU ist zentralisiert. Viele der nationalen Tarifverträge wurden von der Bundesregierung für allgemeinverbindlich erklärt und gelten daher für alle Arbeitgeber und Arbeitnehmer in bestimmten Branchen wie z.B. baulich und baureinigend. Da es in Deutschland bis vor kurzem keinen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn gab, setzte sich die IG BAU ab 1990 für die Einführung sektoraler gesetzlicher Mindestlöhne auf der Grundlage der niedrigsten Kategorien branchenweiter Tarifverträge ein und war 1996 erfolgreich. Seitdem hat die IG BAU – gemeinsam mit den sektoralen nationalen Arbeitgeberverbänden – durch Tarifverträge, die durch eine Bundesverordnung des Bundesarbeitsministeriums für allgemeinverbindlich erklärt wurden, gesetzliche branchenübergreifende Mindestlöhne für den allgemeinen Bau [1], Abriss, Maler, Gerüste, Dachdecker- und Gebäudereinigung einschließlich Hotelreinigung und Hausmeister geschaffen.

Diese Mindestlöhne gelten auch für ausländische Unternehmen, die ihre Arbeitnehmer vorübergehend nach Deutschland entsenden. Der Streik wurde von verschiedenen Gewerkschaften, darunter der Deutsche Beamtenbund (DBB), Verdi, die Allgemeine Bildungsgewerkschaft (GEW), die Gewerkschaft der Polizei (GdP) und die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) ausgerufen, um gegen die langwierigeN Verhandlungen über den Tarifvertrag der Länder zu protestieren. Die Gewerkschaften fordern eine Erhöhung ihrer Gehälter um 6 %, was zu einer Erhöhung um mindestens 200 Euro (225,42 USD) pro Monat führen soll. Die GEW betonte, dass die Erzieher und Sozialpädagogen in Berlin genauso viel verdienen müssten wie ihre Kollegen in anderen Bundesländern. “Das ist vor allem ein Berliner Problem, dessen Lösung der Senat seit mehreren Jahren auf die Tarifgemeinschaft der Länder drängt. Die Hälfte der Erzieher und Sozialpädagogen im Fernsehen sind in Berlin beschäftigt”, hieß es. Heute haben die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im Bauhauptgewerbe.