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August 14, 2020 basement

Vw tarifvertrag download

Die Absatzkrise auf dem Automobilmarkt fiel mit den Plänen zusammen, die VW für eine spezielle Rationalisierungsbemühung unter dem Kürzel “KVP” hatte. Im Rahmen dieser Pläne sollten stetige Produktivitätssteigerungen erzielt werden, um die Kosten des Unternehmens zu senken und seine Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Dies hätte zu Widerstand der Arbeitnehmer führen können, wenn es nicht um Beschäftigungsgarantien in der Vereinbarung gegangen wäre. Vor diesem Hintergrund ist zu sehen, dass die Beschäftigungsgarantien eine wirksame Methode waren, um eine rasche Erholung des Wettbewerbs mit einem Minimum an internen Streitigkeiten zu gewährleisten. Obwohl die Flexibilität der Arbeitszeitpläne sicherlich nicht das vorrangige Ziel der Tarifverhandlungen war, wurde die Umsetzung der tiefen Arbeitszeitverkürzung als Gelegenheit genutzt, bestehende Arbeitszeitmuster in großem Umfang neu zu ordnen. Erstens wurde die Einführung der Vier-Tage-Woche für große Tätigkeitsbereiche mit einem Tag pro Arbeitswoche begleitet, der als Flexibilitätsreserve zur Verfügung steht. Dies kann genutzt werden, um die Produktion zu steigern, ohne dass größere organisatorische Aufwandskosten entstehen, da die Lohnkosten mit der Erhöhung der Arbeitszeitsteigerung im Einklang gehalten werden können. Zweitens hat die Verkürzung der Schichtlänge den Spielraum für eine kapazitätsorientierte Verlängerung der Betriebszeiten erhöht. Die Maschinenlaufzeiten können durch kleinere Schritte geändert und somit jederzeit exakt an die Produktionssituation angepasst werden. Die Vereinbarung ermöglichte es VW, 30.000 Arbeitsplätze zu sichern und 1,6 Milliarden DM einzusparen, die sonst für Abfindungen hätten ausgegeben werden müssen. VW hat in vielerlei Hinsicht Neuland betritt. Im Vergleich zu früheren kollektiv vereinbarten Arbeitszeitverkürzungen war die Kürzung hier weit verbreiteter; sie hat keine vollständigen Ausgleichslohnerhöhungen angeboten und auch Arbeitsplatzgarantien enthalten. Unmittelbar nach der Einführung des geänderten Arbeitszeitsystems stellte sich ein zentrales Problem im Zusammenhang mit den internen Strukturen der Interdependenz der Abteilungen.

Wie bereits erwähnt, wurden die verschiedenen Arbeitszeitsysteme auf die individuellen Bedürfnisse von Abteilungen und Abteilungen innerhalb der Anlagen abgestimmt. Das Problem entstand, weil der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Abteilungen und Abteilungen nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Besonders deutlich wurde das Problem im ersten Jahr des Tarifvertrags. Sobald die Probleme offensichtlich wurden, wurden die Arbeitszeitsysteme zunehmend homogenisiert, da die Büroangestellten, die eine enge Interdependenz mit den Fertigungsabteilungen hatten, (zumindest teilweise) in das Arbeitszeitsystem des unternehmensischen Systems wechselten. In anderen Fällen wurde das Problem durch Überstunden gelöst. Die jüngsten Veränderungen, die 1997 vorgenommen wurden, haben die Möglichkeiten verbessert, einen Überschuss auf einem individuellen Zeitkonto für Vorruhestand und/oder monetäre Ersparnisse zu verwenden. Zwei große Vereinbarungen wurden getroffen: Die erste und weniger aufwendige – in der VW-Neurede “Beschäftigungsscheck” genannt – ist seit Anfang 1997 in der Praxis. Die zweite, “VW Zeit-Wertpapier”, wurde 1998 offiziell ins Leben übernommen. Die “Beschäftigungsscheck”-Vereinbarung zielte lediglich darauf ab, die Überstunden auf ein langfristiges Konto zu legen, das zu einem späteren Zeitpunkt in Anspruch genommen werden könnte. Mit der Einführung des Tarifvertrags von 1995 wurde die Definition von Überstunden bei VW geändert.